

Das Fischle.de
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Jutta Janeschitz


Die Kraft des Segens
Die Kraft des Segens
(Februar 2011)
Meine Mama ist 85 Jahre alt. Sie lebt in einem Altenpflegeheim in meiner Nähe, wo sie sehr liebevoll gepflegt wird, und ich besuche sie so oft ich kann. Gesundheitlich geht es ihr nicht gut, sie hat einen schweren Nierenschaden und muss deshalb ständig Infusionen bekommen und viel trinken. Außerdem leidet sie an Altersdemenz, d.h. manchmal erkennt sie mich, manchmal nicht, sie weint viel und ist ängstlich. Über Weihnachten musste sie ins Krankenhaus, weil sie am Rande des Nierenversagens stand. Die Ärzte sagten mir, dass sie an die Dialyse gehören würde, aber zu alt dafür sei. Sie peppelten sie auf und schickten sie wieder zurück in die vertraute Umgebung.
Ein Monat später, also vor ein paar Tagen, riefen mich die Schwestern des Heims an, meiner Mutter ginge es wieder sehr schlecht, Erbrechen und Durchfall, hieß es. Ein lebensgefährlicher Zustand für jemanden der doch jeden Tropfen Flüssigkeit braucht. Als ich sie da liegen sah, mit den tiefsten und dunkelsten Augenringen die ich je gesehen hatte, wurde mir bewusst, dass es zuende ging. Ich suchte in meinem Herzen etwas, was ich ihr in dieser Situation schenken könnte. Ich betete für sie als ich in meinem Auto dem Krankenwagen folgte, ich betete für sie im Krankenhaus, als sie isoliert im Einzelzimmer lag, und Pfleger und Schwestern vermummt und geschützt vor jeder eventuellen Ansteckung zu ihr gingen um ihr Infusionen zu legen, immerhin bestand der Verdacht auf Noroviren oder Salmonellen oder, oder, oder... Nach einem letzten Kuss überließ ich sie den Ärzten und ihren Laborwerten.
Traurig fuhr ich nach Hause. Ich hörte eine meiner christlichen CDs und dachte an meine Mama. Dann hörte ich es:

DAS war genau das Richtige! WAS konnte ich meiner Mama in ihrer Hilflosigkeit und Angst besseres wünschen, als dass der allmächtige Gott, ihr Schöpfer und Erlöser, ihr Ein und Alles sie segnet und behütet, dass Er Sein Angesicht über ihr leuchten lässt, ihr mit Seiner unendlichen Liebe und Gnade begegnet? WAS konnte ich ihr besseres wünschen, als dass Jesus Christus Sein Angesicht über sie erhebt und ihr ängstliches Herz mit Seinem Licht und Seinem Frieden erfüllt?
Ich habe diesen Segen jeden Tag ständig über sie gesungen, die ganze Zeit. Es hat mir Frieden gegeben, dass ich meiner Mutter das Allerbeste wünschen konnte was man einem Menschen überhaupt wünschen kann und das die ganze Zeit! Ich habe es keine Minute vergessen solange sie im Krankenhaus war. Besonders am ersten und zweiten Tag, als sie nichts zu essen oder zu trinken bekam und nur da lag, ein Häufchen Elend, isoliert und allein, und sogar das eventuelle Legen einer Magensonde bei den Ärzten ins Gespräch kam, weil sie nicht mehr schlucken konnte.
Am dritten Tag wurde dann alles besser: Die Isolation wurde aufgehoben, es stellte sich nämlich heraus, dass sie nicht ansteckend war! Und ich konnte die Ärzte davon überzeugen, dass meine Mutter einer Magensonde nicht zustimmen würde. So blieb nur der Versuch "ob es wieder klappt" und siehe, es hat geklappt, sie konnte wieder schlucken!
Gestern war ich bei ihr, am vierten Tag ihres Aufenthaltes im Krankenhaus, und sie war ganz klar im Kopf! Ich habe mit ihr Witze gemacht und wir haben uns unterhalten wie schon lange nicht....
Heute ist sie wieder im Heim, in ihrer gewohnten Umgebung. Die Schwestern haben mich gerade angerufen und gesagt, dass sie lacht und es ihr gut geht.... Ich freue mich schon auf nachher wenn ich sie wieder besuche!
Der Segen Gottes bringt Heilung für den Gesegneten UND den Segnenden!
Durch dieses Lied hat sich der Segen Gottes auf uns beide gelegt. Meine Mutter wurde so von seiner Kraft berührt, dass eine Schwester im Krankenhaus mir sagte "das ist mir noch nie passiert, dass jemand hier eingeliefert wird, mit einem solchen Durchfall und in so einem schlechten Zustand, und hat dann
g a r n i c h t s...".
Mir persönlich hat das Segnen innere Heilung geschenkt. Ich fühle mich befreit und spüre einen wunderbaren inneren Frieden. So groß ist unser Gott!!!
Was bleibt mir, als Gott zu danken, für das wunderbare Geschenk Seines kraftvollen Segens in diesem Lied.
Danke, Du wunderbarer, liebevoller, gnädiger Vater!